Bewässerungsrohre verlegen: Tiefe und Technik
Praxisanleitung zum Verlegen von Bewässerungsrohren: richtige Tiefe, Rohrauswahl, Grabentechnik im bestehenden Rasen und Schutz unter Wegen.
Mindest- und Maximaltiefe
Mindesttiefe: 20 cm. Darunter können Rasenmäher Fittings freilegen oder Grasswurzeln in Verbindungen eindringen. In Frostregionen Hauptleitungen 30–35 cm tief legen.
Maximale Praxistiefe: 40–45 cm. Unter stark befahrenen Flächen 50–60 cm mit Schutzrohr.
Gräben im bestehenden Rasen öffnen
Sauberste Methode: schmaler Schnitt mit elektrischem Rasenkantenschneider, 5–6 cm breit. Rasen schließt sich nach 2–3 Wochen fast spurlos. Für breitere Gräben Soden aufheben und nach dem Verfüllen zurücklegen.
Welches Rohr unter der Erde
PE-HD (Polyethylen hoher Dichte), PN 6 oder PN 10. 25 mm Hauptleitung, 20 mm Nebenlinien. Flexibel, frostsicher, korrosionsbeständig, Lebensdauer über 30 Jahre.
Kein starres PVC: bricht bei Frost. Kein PE-ND (niedrige Dichte): verformt sich unter Dauerdruck.
Unterquerungen unter Wegen
Nicht graben — durchdrücken. Stahlstab anspitzen und mit Vorschlaghammer durchschlagen, dann PE-Rohr nachführen. Schutzrohr beidseitig etwas länger lassen für spätere Erweiterungen.
Lageplan erstellen vor dem Verfüllen
Vor dem Verfüllen alle 3–5 m Fotos aus der Vogelperspektive machen und mit Datum speichern. Rohrverlauf mit Abstandsmaßen von Mauern auf einer Skizze festhalten. 15 Minuten Aufwand sparen später stundenlange Suchgrabungen.