Tropfbewässerung für Gemüsegarten und Beete
Praxisanleitung zur Installation von Tropfbewässerung für Gemüsegarten, Beete und Hecken: Komponenten, Durchflussberechnung und Unterschiede zur Sprinkleranlage.
Wann Tropfbewässerung Pflicht ist
Tropfbewässerung ist in drei Situationen obligatorisch: gemischte Staudenbeete, Hecken und Gehölze, Gemüsegärten. Versenkregner funktionieren dort nicht: Pflanzen blockieren den Strahl und nasse Blätter fördern Pilzkrankheiten.
Verdunstung ist fast null. Wasserverbrauch 30–50 % geringer als Sprinkler bei gleicher Fläche.
Komponenten eines Tropfsystems
Basisset: 16-mm-Hauptschlauch, selbstkompensierende Tropfer (2 oder 4 l/h), T-Verteiler, Endkappen und 120-Mesh-Filter. Der Filter ist Pflicht: Tropferdüsen haben 0,5–1 mm Öffnung.
Für Gemüsebeete: Inline-Tropfschlauch (z. B. Netafim) mit integrierten Tropfern alle 20–30 cm. Schlauch zwischen Pflanzenreihen legen, mit Mulch abdecken.
Durchfluss und Dimensionierung
Jeder 2-l/h-Tropfer verbraucht 2 Liter pro Betriebsstunde. 40 Tropfer = 80 l/h — kein Problem für jeden Hausanschluss.
Selbstkompensierende Tropfer halten den Durchfluss zwischen 1 und 3,5 bar konstant, unabhängig von der Position in der Leitung.
Installation Schritt für Schritt
Kein Graben nötig: Schlauch auf der Oberfläche verlegen oder mit 3–5 cm Erde abdecken. Pro Strauch 1 Tropfer (4 l/h) bis 50 cm, 2 bis 1,5 m, 4 für große Gehölze.
Wartung und Reinigung
Filter zu Saisonbeginn und -ende reinigen. Verstopfte Tropfer 30 Minuten in Zitronensäurelösung einweichen. Anlage vor dem ersten Frost entleeren: Endkappen öffnen oder mit Druckluft ausblasen.