Regensensor für die Bewässerung: gesetzliche Pflicht und Funktionsweise
Regensensoren sind in Italien gesetzlich vorgeschrieben. So funktionieren sie, wo man sie montiert und wie man sie am Controller anschließt.
Gesetzliche Anforderungen
Das italienische Umweltgesetz (Decreto Legislativo 152/2006) schreibt für alle automatischen Bewässerungsanlagen einen Regen- oder Bodenfeuchtigkeitssensor vor. Eine Anlage, die bei Regen läuft, verstößt gegen die Wassersparnormen.
So funktioniert ein Regensensor
Der Sensor enthält hygroskopische Scheiben, die sich bei Regen ausdehnen und einen elektrischen Kontakt öffnen, der das Startsignal des Controllers unterbricht. Nach dem Trocknen (4–24 Stunden) schließt sich der Kontakt wieder.
Funksensoren übertragen das Signal per Radio. Sie sind einfacher zu installieren, benötigen aber alle 1–3 Jahre neue Batterien. Die meisten Controller haben SENS-Klemmen mit einer Brücke, die vor der Installation entfernt werden muss.
Regensensoren in Deutschland: Marken und gesetzlicher Hintergrund
In Deutschland gibt es — anders als in Italien (Decreto Legislativo 152/2006) — keine bundesweite gesetzliche Pflicht zum Regensensor. Einige Bundesländer und Kommunen empfehlen oder fordern ihn im Zuge lokaler Wassersparprogramme. GARDENA Bodenfeuchtesensor (GARDENA Smart System kompatibel), Rain Bird WR2 und Hunter Mini-Click sind die meistverkauften Modelle in Deutschland, erhältlich bei OBI, Bauhaus und Fachbetrieben.
Funksensoren für den deutschen Markt arbeiten im 868-MHz-Band (SRD-Band) und sind CE-zertifiziert. Vor dem Kauf die Kompatibilität mit dem Steuergerät prüfen: GARDENA Smart Water Control, Rain Bird ST8 und Hunter X-Core unterstützen alle gängigen Funksensoren über den SENS-Eingang. Kabelgebundene Sensoren sind günstiger (ab 20 €) und zuverlässiger — für feste Installationen immer zu bevorzugen.