Aufbau eines Versenkregners: Gehäuse, Steigrohr, Sieb, Düse, Getriebe, und welches Teil welchen Fehler macht
Was in einem Versenkregner steckt, vom Gehäuse über Steigrohr, Feder und Abstreifdichtung bis zu Sieb, Düse und dem Turbinengetriebe des Getrieberegners. Mit einer Tabelle: Symptom, verantwortliches Teil, Reparatur oder Austausch.
Zwei Familien, ein Grundprinzip
Alle Versenkregner funktionieren nach demselben Prinzip: Ein Gehäuse sitzt bündig im Boden, darin ein Steigrohr, das der Wasserdruck nach oben schiebt und eine Feder beim Abschalten wieder einzieht. Oben auf dem Steigrohr sitzt die Düse. Was sich unterscheidet, ist der Kopf: Sprühregner haben eine feste Düse, die einen Fächer auf einmal verteilt; Getrieberegner haben einen Kopf, der sich langsam dreht und einen oder mehrere Strahlen über den Sektor führt.
Wer diese wenigen Teile kennt, kann fast jeden Fehler selbst eingrenzen, und für die meisten braucht es weder Spaten noch Fachbetrieb.
Gehäuse und Anschluss
Das Gehäuse ist ein Kunststoffzylinder, der dauerhaft im Boden bleibt, oben bündig mit der Rasenoberfläche. Unten hat es ein Innengewinde für den Anschluss, bei Sprühregnern meist 1/2 Zoll, bei Getrieberegnern meist 3/4 Zoll. Angeschlossen wird es nicht starr, sondern über ein flexibles Zwischenstück, damit man die Höhe genau einstellen kann und ein Stoß nicht die Leitung bricht.
Die Hubhöhe, also wie weit das Steigrohr ausfährt, liegt bei Rasen meist bei rund 10 cm; höhere Modelle mit 15 oder 30 cm sind für Beete mit höheren Pflanzen gedacht. Ein Gehäuse, das über den Rasen hinausragt, ist ein Hindernis für Mäher und Mähroboter; es wird auf Rasenhöhe gesetzt.
Steigrohr, Feder und Abstreifdichtung
Wenn das Ventil öffnet, drückt das Wasser von unten auf das Steigrohr. Die Kraft ist Druck mal Fläche: Bei 2 bar und einem Steigrohr von 20 mm Durchmesser (rund 3,1 cm²) sind das gut 60 N, mehr als genug, um das Gewicht und die Feder zu überwinden. Die Feder aus Edelstahl zieht das Steigrohr beim Abschalten wieder ein.
Oben im Deckel des Gehäuses sitzt die Abstreifdichtung, ein Gummiring, der das Steigrohr umschließt. Sie dichtet im Betrieb ab und streift beim Einfahren Sand und Gras ab. Ein kleiner Wasseraustritt um das Steigrohr herum beim Ausfahren ist normal und dient der Selbstreinigung; ein ständiger starker Strahl dort heißt, die Dichtung ist verschlissen.
Sieb: das am meisten vergessene Teil
Ein feines Sieb hält Sand und Schmutz zurück, bevor sie die Düse verstopfen. Bei Sprühregnern sitzt es direkt unter der Düse: Düse abschrauben, Sieb herausziehen, unter fließendem Wasser ausspülen. Bei Getrieberegnern sitzt es je nach Modell unter der Düse oder am unteren Ende des Steigrohrs. Ein verstopftes Sieb macht den Regner kurz und schwach und wird oft für ein Druckproblem gehalten.
Bei Brunnenwasser mit Sand oder Eisen verstopfen Siebe deutlich schneller; dann hilft ein Filter vor dem Ventilkasten, der alle Kreise schützt. Gereinigt werden die Siebe einmal im Jahr, am besten beim Einwintern: /deBewässerungsanlage winterfest machen: entleeren, ausblasen, Pumpe und Gartenwasserzähler schützen.
Die Düse
Die Düse ist das austauschbare Teil oben auf dem Steigrohr und bestimmt Sektor, Radius, Durchfluss und Niederschlagsrate. Bei Sprühregnern ist sie eine eigene Schraubdüse; eine Schraube in der Mitte verringert den Radius um bis zu etwa ein Viertel. Bei Getrieberegnern steckt die Düse im drehenden Kopf und wird nach dem Sektor gewählt. Welche Düse wohin gehört: /deDüsen für die Rasenbewässerung auswählen: MPR, VAN, MP Rotator, und was beim Gardena-Sprinklersystem anders ist.
Das Getriebe des Getrieberegners
Getrieberegner haben ein Teil, das Sprühregner nicht kennen: Das Wasser treibt im Steigrohr eine kleine Turbine an, und ein Untersetzungsgetriebe macht daraus die langsame Drehung des Kopfes. Das Getriebe sitzt in einer abgedichteten Kammer und wird vom Wasser gekühlt; deshalb sollte man einen Getrieberegner beim Ausblasen nicht lange trocken drehen lassen. Am Kopf stellt man den Sektor ein, bei vielen Modellen von oben mit einem Schlüssel.
Dreht ein Getrieberegner nicht mehr oder ruckelt er, obwohl Druck anliegt, ist meist das Getriebe verschmutzt oder verschlissen. Öffnen lohnt sich selten: Bei vielen Modellen lässt sich das komplette Innenteil mit Steigrohr, Getriebe und Kopf aus dem Gehäuse schrauben und gegen ein neues tauschen, ohne zu graben.
Optionen, die nicht jeder Regner hat: Rückschlagventil und Druckregler
Ein Rückschlagventil ist kein Standardteil, sondern eine Ausführung: bei Rain Bird mit dem Zusatz SAM, bei Hunter mit CV. Es schließt, sobald der Druck abfällt, und verhindert, dass sich die Leitung am Hang über den tiefsten Regner entleert. In ebenen Gärten braucht man es nicht; am Hang gehört es an die unteren Köpfe: /deHang bewässern: wie man einen Garten in Hanglage plant, ohne dass das Wasser abläuft.
Ein Druckregler (PRS) ist die zweite Option: Er hält den Druck an der Düse konstant, bei Sprühregnern meist auf 2,1 bar. Das lohnt sich bei hohem Hausdruck, bei dem Sprühdüsen sonst Nebel erzeugen. Beide Optionen gibt es auch kombiniert in einem Gehäuse.
Symptom, Teil, Abhilfe
| Symptom | Verantwortliches Teil | Abhilfe |
|---|---|---|
| Regner fährt nicht oder nur halb aus | Sieb verstopft, oder zu wenig Druck im Kreis | Sieb reinigen; Druck bei laufendem Kreis messen |
| Steigrohr bleibt nach dem Abschalten oben | Sand zwischen Steigrohr und Gehäuse, Feder schwach | Steigrohr herausziehen, ausspülen; Innenteil tauschen |
| Starker Strahl am Steigrohr während des Laufs | Abstreifdichtung verschlissen | Dichtung oder Deckel tauschen |
| Wasser aus dem tiefsten Regner nach dem Abschalten | Leitung entleert sich bergab | Gehäuse mit Rückschlagventil (SAM, CV) |
| Getrieberegner dreht nicht oder ruckelt | Getriebe verschmutzt oder verschlissen | Innenteil tauschen |
| Kurzer, unregelmäßiger Strahl | Düse verkalkt oder beschädigt | Düse in Essig einweichen oder durch dieselbe Serie ersetzen |
| Nebel statt Strahl | Zu viel Druck an der Sprühdüse | Gehäuse mit Druckregler (PRS) |
| Riss im Gehäuse, Wasser sprudelt aus dem Boden | Gehäuse, oft nach Frost | Gehäuse ersetzen |
Reparieren statt graben
Die meisten Fehler sitzen in Teilen, die man von oben erreicht: Düse, Sieb, Abstreifdichtung, Innenteil. Nur ein gerissenes Gehäuse oder ein gebrochenes Anschlussstück bedeutet Graben. Ein kleiner Vorrat an Ersatzdüsen derselben Serie, ein paar Siebe und ein Ersatz-Innenteil machen aus den häufigsten Fehlern eine Sache von fünf Minuten.
Bei Anlagen, die 15 Jahre und älter sind, wird der Kunststoff spröde, und Dichtungen werden hart. Wenn sich die Fehler häufen, lohnt es sich, die Regner nach und nach zu ersetzen, Kreis für Kreis, damit innerhalb eines Kreises dieselbe Serie bleibt.
Häufige Fragen
Warum läuft Wasser aus dem Regner, wenn der Kreis aus ist?
Meist läuft die Leitung bergab leer und das Wasser tritt am tiefsten Regner aus. Dagegen helfen Gehäuse mit eingebautem Rückschlagventil (SAM bei Rain Bird, CV bei Hunter). Läuft es dagegen ständig aus allen Regnern eines Kreises, schließt das Magnetventil nicht, meist wegen Schmutz unter der Membran.
Wo sitzt das Sieb im Versenkregner?
Bei Sprühregnern direkt unter der Düse: Düse abschrauben, Sieb herausziehen, ausspülen. Bei Getrieberegnern sitzt es am unteren Ende des Steigrohrs oder unter der Düse, je nach Modell; das Datenblatt zeigt die Stelle.
Reparieren oder den ganzen Regner tauschen?
Düse, Sieb und Abstreifdichtung kosten wenig und lassen sich in Minuten tauschen. Bei vielen Modellen lässt sich auch das ganze Innenteil mit Steigrohr, Feder und Getriebe aus dem Gehäuse schrauben und ersetzen, ohne zu graben. Nur ein gerissenes Gehäuse bedeutet Graben.
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