Versenkregner oder Tropfbewässerung: Was passt wohin?
Vergleich zwischen Versenkregner und Tropfbewässerung: Wann welches System sinnvoll ist und wie man die richtige Wahl für jeden Gartenbereich trifft.
Versenkregner: ideal für Rasenflächen
Versenkregner verschwinden im Boden, wenn sie nicht aktiv sind. Sie eignen sich für offene Rasenflächen ohne Hindernisse. Der Sprühstrahl verteilt Wasser gleichmäßig über eine definierte Fläche.
Tropfbewässerung: ideal für Beete und Hecken
Tropfbewässerung führt Wasser direkt zur Wurzel. Sie ist Pflicht bei Mischbeeten, Hecken und Gemüsegärten. Pflanzen blockieren den Sprühstrahl von Versenkrègnern und fördern Pilzkrankheiten durch nasse Blätter.
Der Wasserverbrauch liegt 30–50 % unter dem von Sprinkleranlagen bei gleicher Fläche.
Kombination beider Systeme
Die meisten Gärten brauchen beide Systeme: Versenkregner für den Rasen, Tropfbewässerung für Beete und Hecken. Beide können vom selben Steuergerät gesteuert werden, jedoch in getrennten Zonen.
Versenkregner vs. Tropfbewässerung in Deutschland: Markt und Normen
In Deutschland dominieren GARDENA (DIY-Segment) und Rain Bird / Hunter (Profi-Segment) den Markt für Versenkregner. GARDENA-Sprinklersysteme sind in OBI, Bauhaus und Hornbach flächendeckend verfügbar; Profiware wird über SHK-Großhändler (Richter+Frenzel, Reuter) bezogen. Tropfbewässerung: GARDENA Micro-Drip-System und Raindrip sind die meistgekauften DIY-Systeme im Preissegment 30–80 €.
Die DIN EN ISO 11545 definiert Prüfmethoden für die Gleichmäßigkeit von Beregnungsanlagen. Für Tropfsysteme gilt DIN EN ISO 9261 (Emitter-Durchfluss und -Gleichmäßigkeit). Rechtlich: Versenkregner und Tropfsysteme, die an die Trinkwasserleitung angeschlossen sind, benötigen nach DVGW W 408 / DIN EN 1717 einen Rückflussverhinderer der Klasse EA oder höher, um Trinkwasserverunreinigung zu verhindern.