20 agosto 2026 · 7 min Lesezeit

Kopf-an-Kopf: Die wichtigste Regel der Bewässerungsplanung

Das Kopf-an-Kopf-Prinzip ist die Grundregel jeder professionellen Bewässerungsplanung für gleichmäßige Grünflächenversorgung.

Was Kopf-an-Kopf bedeutet

Kopf-an-Kopf bedeutet: Jeder Sprinkler muss den Nachbarsprinkler erreichen. Der Abstand zwischen zwei Sprinklern darf den Radius nicht überschreiten.

Wasserdruck sinkt mit zunehmender Entfernung vom Sprinkler. Ecken und Endpunkte erhalten am wenigsten Wasser. Überlappung gleicht das aus.

Warum das Prinzip so wichtig ist

Ohne Kopf-an-Kopf entstehen trockene Flecken, die sich mit der Zeit in Kahlstellen verwandeln. Kein Steuergerät kann einen Planungsfehler nachträglich korrigieren.

Anwendung in der Praxis

Miss den Radius jedes Sprinklers beim tatsächlichen Betriebsdruck. Setze die Sprinkler so, dass sie sich gegenseitig erreichen. Prüfe die Abdeckung mit einem kartenbasierten Planungswerkzeug, bevor du etwas kaufst.

Head-to-head in Deutschland: Normen und Praxis

Die DVGW-Arbeitsblätter W 557 und W 1001 regeln in Deutschland die Planung von Beregnungsanlagen. Die Gleichmäßigkeit der Wasserverteilung (DU — Distribution Uniformity) sollte laut Bundesverband GaLaBau bei Privatrasen ≥ 65 % betragen, bei Sportrasen nach DIN 18035-2 ≥ 70 %. Head-to-head ist dabei das erste Planungskriterium: Sprinklerköpfe so setzen, dass ihr Sprühradius (gemessen bei Betriebsdruck) genau den nächsten Kopf erreicht.

Typische Betriebsdrücke in deutschen Wohngebieten: 3–6 bar Leitungsdruck; nach Druckminderer und Rohrreibung stehen am Sprinklerkopf 2–3 bar an. Rain Bird 1800-Serien erreichen bei 2,1 bar einen Radius von 2,4–4,5 m je nach Düse. Hunter Pro-Spray PRS40 (vordruckregulierende Ventile) stabilisieren den Ausgangsdruck auf 2,75 bar unabhängig vom Zuleitungsdruck — besonders sinnvoll bei langen Zuleitungen.

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