Die 8 häufigsten Fehler bei der Bewässerungsplanung
Typische Planungsfehler bei Bewässerungsanlagen: falsche Sprinklerabstände, gemischte Systeme, fehlende Druckmessung und wie man sie vermeidet.
Fehler 1: Kopf-an-Kopf ignorieren
Der häufigste Fehler: Sprinkler zu weit auseinander setzen. Ergebnis: trockene Bereiche, die sich mit der Zeit in Kahlstellen verwandeln. Regel: Abstand ≤ Radius.
Fehler 2: Druck nicht messen
Ohne Druckmessung werden Sprinkler für falschen Druck ausgewählt. Zu hoher Druck erzeugt Nebel statt Tropfen. Zu niedriger Druck: unzureichende Reichweite.
Fehler 3: Versenkregner und Tropfer in einer Zone mischen
Unterschiedliche Betriebsdrücke und Durchflussraten machen eine korrekte Versorgung unmöglich. Immer getrennte Zonen für unterschiedliche Systemtypen.
Weitere häufige Fehler
Kein Regensensor; Bewässerung mittags; zu viele Sprinkler pro Zone; Sprinkler zu hoch oder zu tief eingebaut; kein Lageplan erstellt.
Jeder dieser Fehler ist vermeidbar mit sorgfältiger Planung vor dem ersten Spatenstich.
Typische Planungsfehler in Deutschland
Deutschland-spezifische Fehler: (1) Kein Rückflussschutz nach DIN EN 1717 — der Anschluss einer Bewässerungsanlage ans Trinkwassernetz ohne BA-Sicherungsarmatur ist nicht normkonform und kann bei Versicherungsschäden problematisch sein. (2) Bewässerungszeiten nicht an die DVGW-Empfehlungen angepasst: Bewässerung auf sandigen Böden in Brandenburg oft viel zu kurz; auf schweren Lehmböden in Bayern zu lang. (3) Fehlende Baugenehmigung für Brunnenanlagen: Grundwasserentnahme über 12 m³/Tag ist in Deutschland genehmigungspflichtig (§ 8 WHG).
Hinweis für SHK-Betriebe: Der GHM-Bewässerungsleitfaden (Gütegemeinschaft Haus & Garten Multimedia) und die Planungsunterlagen von Rain Bird und Hunter in deutscher Sprache bieten kostenlose Schulungsmaterialien zur korrekten Planung. Als Planungssoftware hat sich Rain Bird Rotary für professionelle Anwender in Deutschland etabliert.